Strandurlaub über Neujahr

Direkt nach dem Weihnachtsfest rief die Pazifikküste: “Ven Juanito! Te espero.” Das konnte ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen. Im Nachtbus ging es von der Hauptstadt nach Puerto Lopez. Doch anstatt entspannt zu schlafen, hat mich eine Grippe voll erwischt und die auf gefühlte -20° c gestellte Klimaanlage tat meinem Körper auch nicht so gut. Als ich dann um 5 Uhr morgens ankam, wollte ich nur noch in ein bequemes Bett. Die Nacht war aber nach 3 Stunden schon wieder vorbei und ich habe mich dummerweise dazu überreden lassen mit auf eine Insel zu fahren. “La isla de la plata” gilt als Galápagos für den armen Mann. Leider habe ich von dem Galápagos nicht viel mitbekommen, weil ich zu schwach zum Laufen und somit zum Besichtigen der Insel war. Ich habe es nur bis zum ersten Vogel geschafft und dann wollte ich mich in eine Hängematte legen, die leider kaputt war. Deswegen habe ich mich in ein Bett von einer jungen Forscherin legen dürfen, die mir dann auch noch eine Schmerztablette gegen die Kopfschmerzen lieferte. Wieder zurück auf dem Festland habe ich mich wieder schlafen gelegt, um mich auszukurieren.

Wieder gesund ging es nach Canoa. Der Strand war einfach nur wunderschön diesmal konnte ich es auch geniessen bis mich am dritten Abend kurz vor Sonnenuntergang ein Krebs gezwickt. Das hört sich jetzt lustiger an, als es in Wirklichkeit war. Es hat höllig wehgetan. Ein Freund hat die Wunde gereinigt und sie mit Jod desinfiziert. Seitdem hasse ich Krebse.

Letzte Station auf dem Küstenurlaub war dann Atacames. Ein sehr touristischer Ort, der für hohe Wellen bekannt ist. Zu Neujahr gibt es jedes Jahr Tote, da sich Betrunkene ins Meer werfen und nicht die Kraft haben zurückzuschwimmen. Hier haben wir übrigens dann auch Silvester gefeiert. Es gibt einen Brauch, dass man eine Puppe von einem Mensch macht, dem man helfen will seine schlechten Geister loszuwerden. Diese Puppe wird dann verbrannt und man springt über das kleine Lagerfeuer. Deswegen war der ganze Strand voller kleiner Feuer. Nicht so viele Böller, aber Feuerwerk gab es auch.

Auf den Bildern unten könnt ihr eine Sandburg von einem Künstler sehen und Franz wie er sich genüsllich einen Batido de Coco reinpfeift. Die waren sehr lecker, einziger Nachteil war der unvermeidbarer Durchfall danach. Das war es aber wert.

Eine Antwort auf diesen Artikel.

  1. ich danke Ihnen sehr für Ihre Artikel. Schönheit und sehr wichtigen Artikel

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