Hier erscheinen Artikel, die mit Sicherheit für jeden von Interesse sind, aber nicht direkt etwas mit meinem Auslandsjahr zu tun haben.
Freiwilligentourismus
Dieser Artikel ist von dem tollen Vorbereitungslager in Deutschland. Er soll aufmerksam machen, provozieren und jeden Reiseliebhaber zum Nachdenken anregen. In Vorbereitung auf eine Reise, aus generellem Interesse oder für Vorträge in Schule und Universität können die Internetseiten und umfangreiche Literatur sehr nützlich sein. Für mich persönlich ist die Ansicht von „Unser Leid – deren Gewinn!“ am schockierendsten gewesen, da ich als Freiwilliger so naiv bin zu glauben, dass ich wirklich helfen kann und das Jahr nicht nur für mich nutzen werde. Viel Spass beim Lesen und lasst mich eure Meinungen hören.
FernWeh – Forum Tourismus und Kritik.
Ein Projekt zu Tourismus in die Dritte Welt vom Informationszentrum 3. Welt (iz3w), das sich engagiert für eine kritische tourismuspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Blick auf das Nord-Süd-Verhältnis machen sie auf die wachsenden sozialen Widersprüche als Folge des gegenwärtigen touristischen Geschehens aufmerksam. Sie zeigen die Verflechtungen von sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten im und mit Tourismus auf und setzen sie in den Kontext gesellschaftlicher Machtbeziehungen. Auf ihrer Homepage bietet das iz3w Analysen und Informationen zu aktuellen Aspekten des Tourismus in die Dritte Welt, insbesondere zur Frage der sozialen Gerechtigkeit im Tourismus.
http://www.iz3w.org/fernweh/deutsch/index.htm
Im Handgepäck Rassismus.
Die Kamera – distanzierter Blick aufs Fremde. Der Kulturbeutel – Garant für zivilisatorische Mindeststandards. Der Reiseführer – Exotik-Impfung im Taschenformat. Das Portemonnaie – Sicherheit durch Dividende. Der CD-Player – Filmmusik zur Traumkulisse. Die Sonnenbrille – Schutz vor neugierigen Blicken. Das Handy – Anschluss an die Heimat. Der Reisepass – grenzenloser Identitätsnachweis. Und zwischen all dem Handgepäck: RASSISMUS. Das bei FernWeh neu erschienene Buch „Im Handgepäck Rassismus“ vermittelt mit einer Beitragssammlung Einblick in die verschiedenen Facetten von Rassismus im Tourismus und spürt der Rolle von Kultur im Tpurismus nach. Pflichtlektüre für alle Reisenden Gutmenschen. FernWeh – iz3w, Freiburg 2002
Trouble in Paradise.
Trekking im Hochland, Techno-Parties auf Tropeninseln, Begegnugsreisen in Entwicklungsprojekte: Der Tourismus in Ländern der Dritten Welt hat vielfältige Formen angenommen. Zugleich ist das öffentliche Bewusstsein für die Probleme des Tourismus gewachsen. Ausbeutung von Arbeitskräften und Umweltzerstörung sind dennoch der Normalzustand in den meisten Ferienregionen. Die Tourismusindustrie beschert nicht allen Reisenden und „Bereisten“ die ihnen versprochenen „paradiesischen“ Zustände. Trouble in Paradise greift ganz verschiedene Aspekte der nahezu unbegrenzten Reisefreiheit auf. Im Vordergrund stehen dabei nicht die viel gescholtenen Neckermänner, sondern diejenigen, die nach alternativen Reiseformen suchen. Christian Stock. Freiburg 1997.BDKJ, iz3w.
Eine Internetseite gibt es auch dazu, mit vielen Theorien, Reiseberichten, alternativem Tourismus usw. http://www.trouble-in-paradise.de
Unser Leid – deren Gewinn!
Eine Rede von Nurrudin Farah, Nigerianer, der das „Hilfe-Business“ kritisiert und Entwicklungshelfer als Touristen bezeichnet, die sich schlichtweg beleidigend anderen Kulturen gegenüber verhalten. Abgedruckt in: Macht und Ohnmacht der Hilfe. Medico Report 25.
http://www.medico-international.de/material/downloads/mi_report-25.pdf
Tourism-Watch.
Infodienst Dritte Welt Tourismus. TourismWatch liefert vierteljährlich Berichte und Hintergründe über den Ferntourismus und weist auf Tagungen und neue Literatur zum Thema hin.
Tourism Concern
… ist eine unabhängige, britische NGO, die sich dafür einsetzen, dass Tourismus immer den Leuten vor Ort hilft. Sie führen Kampagnen in ganz Europa durch, um zu zeigen wie zerstörerisch Tourismus wirken kann. Die Internetseite hat ganz viele Literaturhinweise und auch Videos.
http://www.tourismconcern.org.uk
Fair unterwegs.
Fair unterwegs ist ein unabhängiges, nicht gewinnorientiertes Reiseportal, ohne Reisewerbung und direkte Buchungsmöglichkeiten. Dafür bietet es umso mehr Einsicht und konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine fairen Umgang mit Menschen und Natur auf Reisen. Unter anderem mit Fakten und Hintergrundinformationen aus entwicklungspolitischer Sicht über die Reiseländer und die Lebensumstände der Menschen vor Ort.
ChildSafe Tips für Reisende
Die folgende Tips sind aus einer kleinen Broschüre, die allen Freiwilligen auf dem Vorbereitungsseminar gegeben wurde. Da ich nicht nur berichten, sondern auch informieren und helfen möchte, halte ich es für sinnvoll diesen Absatz auf meinem Blog zu haben. Bei Fragen oder besonders grossem Interesse könnt ihr euch auf dieser Seite (www.childsafe-international.org) austoben oder an ChildSafe schreiben: childsafe@friends-international.org
Tip 1: Halten Sie die Augen offen
Wenn Sie eine Situation erleben, in der ein Kind in Gefahr ist, kontaktieren Sie bitte die Polizei, das Krankenhaus oder lokale Kinderhilfsorganisationen. Kindermissbrauch kann ausserdem bei Interpol gemeldet werden: www.interpol.org.
Tip 2: Vermeiden Sie Situationen, die Kindern Schaden zufügen können
Machen Sie sich bewusst, dass manche touristischen Angebote wie Besuche in Kinderheimen oder Ausflüge in Armutsviertel Kindern schaden. Ein Kinderheim soll ein sicheres Zuhause sein, das Privatsphäre bietet und die Würde der Kinder nicht verletzt.
Tip 3: Überlegen Sie gut, bevor Sie von Kindern kaufen oder bettelnden Kindern Geld geben
Kauft man direkt von Kindern oder gibt Ihnen Geld, ermutigt man sie dazu, auf der Strasse zu bleiben. Wenn Sie diesen Kindern wirklich helfen wollen, unterstützen sie stattdessen Einrichtungen, die Kindern und ihren Familien helfen, eine bessere Zukunft zu haben.
Tip 4: Kaufen Sie Produkte von Eltern oder von Jugendlichen in Ausbildung
In vielen Ländern kann man Produkte von Eltern oder Jugendlichen in Ausbildung kaufen und sie dadurch unterstützen, ein regelmässiges Einkommen und eine bessere Zukunft zu erhalten.
Tip 5: Kinder mit in Ihr Hotelzimmer zu nehmen, ist keine gute Idee
Weltweit wird Kindersextourismus mit hohen Strafen geahndet. Sie können des Kindermissbrauchs verdächtigt werden, wenn Sie Kinder mit auf Ihr Zimmer nehmen. Wenn Sie bedürftigen Kindern helfen möchten, benachrichtigen Sie die örtlichen sozialen Einrichtungen.
Tip 6: Vermeiden Sie Orte, die Prostitution tolerieren
Der Besuch von Restaurants, Bars oder Hotels, die Prostitution tolerieren, kann indirekt zur Gefährdung von Kindern beitragen, da häufig Minderjährige in die Prostitution gezwungen werden. Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Kindesmissbrauch sehen
Tip 7: Unterstützen Sie Mitglieder und Kampaagnen von ChildSafe
Wir schulen lokale Menschen und Unternehmen darin, Kinder vor gefährlichen Situationen zu schützen. Bitte achten Sie auf das ChildSafe Logo, wenn Sie reisen und nutzen Sie die Dienstleistungen unserer Mitglieder.