… besteht aus vier Kindern namens Sami (3), Malki (7), Pamela (10) und Yauri (13), meinen Gasteltern Patrisia und Rumiñahui, den Eltern von Rumiñahui und noch einem älteren Pärchen, das, glaube ich, nicht zur Familie gehört, aber hier wohnt. Die Kinder sind sehr aufgeweckt und haben jede Menge Energie. Sie sind echt niedlich und begrüssen mich jeden Tag zum Mittag oder wenn ich abends von der Arbeit zurückkomme. Nur der Computer, der Fernsehr, das ständige weinen, ärgern und schreien ist ein wenig nervend. Es macht aber Spass sich als Erziehungsperson zu erproben. Dabei habe ich leider schon den ersten Rückschlag erlitten – muss jetzt aber nicht weiter ausgeführt werden. Die Eltern unterstützen mich, wenn die Kinder nicht auf mich hören wollen. Die Mutter ist Hausfrau und hat alle Hände voll zu tun. Sie kocht immer, sorgt sich ganz herzlich um mich und macht alles im Haushalt, was sehr schön ist, die Kinder aber auch zur Faulheit zwingt. Der Vater arbeitet als Präsident der UNORCAC, einer grossen Organisation in Cotacachi, den ganzen Tag. Aufgrund seiner Freundlichkeit, Ruhe und Offenheit besetzt er sein Amt mehr als zurecht. Der Grossvater ist der Bürgermeister von Cotacachi, reist durch das ganze Land und hat seit seines Amtsantrittes Ende Juli einen Berg an Aufgaben zu erledigen. Der Bürgermeister spielt hier eine viel wichtigere Rolle als z. B. in meiner Heimatstadt. Wie die Namen schon schliessen lassen, ist es eine indigene Familie, was sehr interessant ist, da man in viele Bräuche und Besonderheiten eingeweiht wird und ich vielleicht später ein bisschen Quichua sprechen werde. Zur Zeit wohnt noch eine Norwegerin mit in der Familie, die wegen ihres Studiums hier ist. Sie kann sogar ganz gut Deutsch sprechen, Spanisch, Englisch und ihre Muttersprache natürlich noch besser und lernt gerade Quichua. Die Familie nimmt generell sehr viele Freiwillige aus allen Ländern auf.



